Resolution zur Grohnde-Stilllegung erfolgreich

 

Die von uns in die Stadtratssitzung vom 31. Januar 2017 eingebrachte Resolution zur sofortigen Stilllegung des AKW Grohnde war erfolgreich: Der Antrag wurde mit drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen angenommen.


Woher die Zweifel an der Erklärung stammen, erschließt sich uns zwar nicht - Barntrup liegt in der engsten Evakuierungszone des Kraftwerkes - dennoch freut uns die große Mehrheit, die unser Antrag erzielte. Die Verwaltung hat das Ergebnis der Ratssitzung den Umweltministerien in Berlin und Hannover übermittelt.


Dass man dort unserer Aufforderung nicht folgen will und auf den Atomausstieg bzw. die geplante Stilllegung 2021 hinweist, ist keine Überraschung. Auch dass der Betreiber des AKW uns als treibender Kraft hinter der Resolution eine Stellungnahme zugesandt hat, war zu erwarten. Immerhin zeigt dies, dass derartige Resolutionen - inzwischen auf grüne Initiative von zahlreichen Kommunen und Landkreisen beschlossen - zumindest eine kleine Wirkung zeigen.


Interessant ist aber der Tenor des Antwortschreibens: Die markante Zahl von (Stand damals) 247 meldepflichtigen Ereignissen - seinerzeit deutschlandweiter Rekord - sei kein Hinweis auf einen bedenklichen Zustand von Teilen des Kraftwerks, sondern vielmehr ein Beleg für die hervorragende Sicherheits- und Meldepolitik im AKW Grohnde.


Dermaßen viele Ereignisse könnten schließlich nur auffallen, wenn die Sicherheits- und Kontrollorgane des AKW bestmöglich arbeiteten. Ob dies in logischer Folge bedeutet, dass in anderen deutschen Kernkraftwerken lässiger geprüft und gemeldet wird oder aber doch Grohnde anfälliger ist, geht aus dem Brief leider nicht hervor.


Diese Logik hat aber auch etwas Gutes: Wenn Sie Ihr Auto das nächste Mal beim TÜV vorführen und dieser besonders viele Mängel findet, denken Sie daran:

Sie fahren bestimmt kein unsicheres Auto, die Prüfstation arbeitet vielleicht nur genauer als andere...

zurück

URL:https://gruene-barntrup.de/presse-aktuelles/expand/658863/nc/1/dn/1/