Menü

Willkommenskultur und -struktur

 

Das Grundrecht auf Asyl kennt keine Mengenbegrenzung.


Und es nutzt nur einer Gruppe von Kriminellen, den Familiennachzug zu begrenzen: den Schleppern, an die sich Familienangehörige in ihrer Not wenden. Wir brauchen ein solidarisches Verteilsystem in Europa. Parallel dazu müssen die Fluchtursachen bekämpft werden.


Deutschland hat deutlich gezeigt, wie eine Willkommenskultur aussehen kann, jetzt allerdings brauchen wir eine Willkommensstruktur. Staatliche und nichtstaatliche Stellen müssen Hand in Hand arbeiten, von der Bundesebene über die Länder und Kommunen bis zu den Helfern vor Ort. Dabei dürfen die Kommunen nicht im Regen stehen gelassen werden, denn hier vor Ort wird in Nachbarschaft, Unternehmen, Sozialverbänden und Vereinen über die erfolgreiche Integration entschieden.


Deutschland darf den Fehler der mangelnden Integration aus der Gastarbeiterzeit nicht wiederholen. Stadtteile, in denen Flüchtlinge, Geringverdienende und Migranten unter sich bleiben, darf es nicht geben

.
Für eine alternde Gesellschaft wie die unsere birgt der Zuzug der Flüchtlinge große Chancen. Die Gesellschaft wird jünger, neue Jobs (Handwerk, Sozialbereich, Wohnungsbau, Arbeitsvermittlung)können das Wirtschaftswachstum weiter ankurbeln.


Das alles kostet Geld, aber unsere wirtschaftliche Stärke erlaubt es.


Dabei dürfen wir die Diskussion über unsere Werte und Normen nicht rechten Hasspredigern überlassen. Die Politik muss klare Ansagen machen und demonstrieren, dass die Demokraten zusammen stehen gegen rechtsextreme Hetze und Angriffe aus dem Lager von Pegida, AfD, NPD und anderen Feinden der Demokratie. Wer diesen geistigen Brandstiftern nachläuft, ist mit verantwortlich.


Dabei ist die Abschreckungsrhetorik aus Kreisen der CDU/CSU, Parteien, die „christlich“ im Namen führen, der Sache nicht dienlich.


„Ich möchte daher alle ermuntern und bestärken, die Kräfte zu bündeln und mitzuwirken am Aufbruch in eine offene, dynamische, sich erneuernde Gesellschaft.“ (Katrin Göring-Eckardt, MdB, Fraktionsvorsitzende)



zurück