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Die Kinder sind noch nicht wütend genug

 

In vielen Ländern schwänzen derzeit junge Menschen freitags die Schule, um von der Politik endlich Taten beim Klimaschutz einzufordern. "Fridays for Future" - das bedeutet: Wir haben genug von Lippenbekenntnissen und Plänen, die erst in Jahrzehnten Wirkung zeigen! Wir sind es, die eines Tages die Folgen Eures Zögerns und Verschiebens zu spüren bekommen! Wir fordern konkrete Maßnahmen und geben uns mit wohlmeinenden Absichtserklärungen nicht mehr zufrieden!

Und was fällt vielen Politikern dazu ein? Klimaschutz, ja, ist irgendwie schon wichtig, sollte man aber besser den Profis überlassen. Wer sind diese Profis eigentlich genau, und wenn sie sich so gut auskennen, warum sind sie nicht längst tätig geworden? Diese Frage bleibt leider offen.

Besonders geschickt finden es offenbar einige, die jungen DemonstantInnen zuvorderst erst einmal an ihre Schulpflicht zu erinnern. Lernt gefälligst erst mal was Anständiges, ehe ihr euch in Politik und Gesellschaft einmischt! Um das Klima kann man sich schließlich immer noch kümmern, wenn Schule / Ausbildung / Studium / was auch immer absolviert sind. Es eilt doch auch nicht...

Arrivierte Politiker wünschen sich, dass junge Menschen politisch aktiv werden und ihre Anliegen klar vertreten. Passiert dies aber wirklich und wird es dabei unbequem, versteckt man sich schnell hinter rechtlichen Bedenken.

Ablenken, Beschwichtigen, Mahnen - aber ja nicht konkret auf die Forderungen der jungen AktivistInnen eingehen. Sind die SchülerInnen etwa nicht wütend genug? Hierzu eine Kolumne von Spiegel Online:

Die Kinder sind längst noch nicht wütend genug

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