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Sanierung wichtiger Strecken statt sinnlosem Neubau !

 

Zur Zeit wird der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2015 ausgearbeitet, in dem alle Neubauten und Erweiterungen überregionaler Straßen aufgeführt werden. Hierzu melden die Länder dem Bund die Projekte, die vorrangig voran getrieben, geplant bzw. gebaut werden sollen.

Die Barntruper Nordumgehung als Teil der B 66n ist noch als "rotes" Vorhaben gelistet, das derzeit nicht als besonders dringend erachtet wird. Befürworter der Umgehung, darunter einige Kommunal- und Landespolitiker sowie Interessengruppen wie die IHK, versuchen nun, den Status für den neuen Plan auf "grün" zu ändern. Dadurch wäre es einfacher, die momentan noch fehlenden Mittel für den Bau der Straße bereit zu stellen.

Die Barntruper Grünen haben von der ersten Stunde an gegen eine Umgehungsstraße gekämpft. Für uns gibt es keine neuen Entwicklungen, die den Bau dieser überdimensionierten, ökologisch und landschaftlich verheerenden und letztlich unnötigen Strecke rechtfertigen würden. Da die Verkehrzahlen auf fast allen Hauptstraßen in Barntrup sinken, wäre auch der erhoffte Entlastungseffekt in der Innenstadt eher gering.

Neben den unserer Meinung nach nicht vertretbaren Eingriffen in Natur und Landschaft könnten sich weitere negative Auswirkungen einstellen. Die Zahl leer stehender Gebäude in der Innenstadt würde jedenfalls sicher nicht kleiner, wenn Durchgangsverkehr und damit Laufkundschaft fehlen. Die Innenstädte von Horn und Lügde sind nur zwei warnende Beispiele, was eine Umgehung in ehemals lebendigen Ortskernen anrichten kann.

Der Leitsatz "Erhalt vor Neubau" gilt für uns weiterhin. Warum sollen Land und Bund viele Millionen Euro in ein überflüssiges Neubauprojekt stecken, während zahlreiche vorhandene Landesstraßen um Barntrup (und bestimmt nicht nur dort) mehr und mehr zerfallen? Ersetzen könnte die Umgehung diese Strecken ohnehin nicht!

Wir werden die Vorgänge rund um die B 66n auch weiter genau im Blick behalten und uns auf allen Ebenen stark machen, damit dieses unsinnige Vorhaben nicht umgesetzt wird.